Zoltán Szalai
   Zoltán                     Szalai

Pferde leiden lautlos!

Hier sehen Sie, wie ein Zahn über Jahre hinweg ohne regelmässige Zahnkontrolle unbemerkt wachsen konnte. Bevor ich das Maul des 9jährigen Wallchs geöffnet habe, habe ich dem Pferd sein Problem nicht angesehen, da sein körperlicher Allgemeinzustand rein äußerlich gut war. Es handelte sich nicht etwa um einen Hengstzahn, wie man meinen könnte, sondern um den 1. Backenzahn unten links, der 3 cm länger war, als er hätte sein dürfen. Aufgrund eines anatomischen Fehlers (leicht verrutschter Kiefer) hatte der Zahn keinen direkten Gegenspieler und hatte sich bereits durch das Zahnfleisch des oberen Kiefers gearbeitet und begonnen, den Schädelknochen zu schädigen. Durch die Kaubewegungen und verursachten Widerstand wurde zusätzlich das Kiefergelenk enorm unter Druck gesetzt.
Häufig werde ich gefragt nach dem Ziehen von Zähnen. Folgendes möchte ich hierzu anmerken. Vom Ziehen können wir sprechen bei Milchzähnen und bei den Zähnen des älteren Perdes. Milchzähne verfügen nicht über ausgeprägte Wurzeln wie das Gebiss eines erwachsenen Pferdes, dessen Zahnwurzeln tief im Kiefer verankert sind. Hier sprechen wir von Entfernung, wobei es sich bereits durchaus um einen chirurgischen Eingriff handelt. Beim älteren Pferd reduziert sich das Zahnwachstum nach und nach bis zum völligen Stillstand. Die Zähne wachsen nicht mehr nach, sondern schieben sich langsam aus dem Zahnfach heraus, so dass kein Halt der Wurzel mehr gegeben ist. Möglicherweise fällt der Zahn heraus oder muss unter Umständen entfernt werden.
Milchzahn eines 3jährigen Pferdes
Auf den folgenden drei Fotos sehen Sie die den jeweils 3. Backenzahn im linken Unterkiefer zweier verschiedener Pferde. Es handelt sich um zwei Stuten, beide etwa im gleichen Alter von über 20 Jahren. Bei der Sichtkontrolle, die ich vor jeder Behandlung durchführe, waren die Zähne zunächst gar nicht auffällig. Die üblichen Haken hatten Schleimhautverletzungen verursacht. Erst als ich die Haken während der Zahnbehandlung beseitigte, stellte sich heraus, dass die Zähne bereits massiv locker waren, so dass ich mich entschloss, diese zu ziehen. Wie zu erkennen ist, hat sich bei dem einen Zahn die Wurzel bereits stark zurückgebildet. Bei dem anderen Zahn ist erkennbar, dass die Wurzel vom durchbluteten Gewebe bereits teilweise getrennt war. Hieran ist hervorragend zu sehen, dass der Organismus abgestorbene Körperteile selbstständig abstößt und sich so regeneriert.
Hier sehen Sie einen oberen Backenzahn einer 20 Jahre alten Stute, deren Zaehne über Jahre hinweg nicht kontolliert wurden. Die Stute hat generell eine weiche Zahnsubstanz und bei diesem Zahn insbesondere. Durch die fehlende Zahnkontrolle konnte der im Unterkiefer liegende Gegenspieler ungehindert wachsen und konnte aufgrund der besonders schwachen Substanz des betroffenen Zahn regelrecht in diesen hineinwachsen und ein Loch bohren. Die grossflaechigen schwarzen Stellen sind allesamt verfaulte Zahnsubstanz. Der Zahn musste entfernt werden.
Hier sehen Sie einen Backenzahn im Oberkiefer eines 25 Jahre alten Deckhengstes. Der Zahn war 3 cm zu lang! Das Pferd war in einem schlechten Allgemein- und Futterzustand. Der Gegenspieler des Zahns im Unterkiefer war vorhanden, jedoch soweit zurückgebildet, dass er im Zahnfach verkümmerte. Dies ist bei regelmaessiger Zahnkontrolle vermeidbar.
Auf diesem Foto ist unter der oberen Zahnreihe eine durch Haken entstandene und bereits schwarz gefaerbte Schleinmhautverletzung zu sehen. Die Schwarzfaerbung entsteht durch in die Wunde eindringende Bakterien.
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